Was ist der größte Fehler, den wir als Eltern machen können?

Wenn wir über Fehler sprechen müssen, können wir vermutlich zugeben, dass der größte Fehler, den wir machen können, darin besteht, unseren Kindern Angst jeglicher Art einzujagen.

Experten aus allen Bereichen der menschlichen und bewussten Entwicklung und und Spezialisten menschlichen Verhaltens sind sich derzeit über diesen Aspekt einig:

Ängste jeglicher Art schränken die Freiheit des Denkens ein, lähmen die Intelligenz und erzeugen im Gehirn der Jugendlichen ein neuro-chemisches Muster, das sie zu Gefühlen der Angst, Enttäuschung und Sorge anregt. Einmal eingeprägt, ändern sich diese Muster als Erwachsener kaum.

Die mentalen Bilder, die im Gehirn des Kindes aufgezeichnet werden, sind tief im Unterbewusstsein verwurzelt und bleiben dort meist während des gesamtes Lebens bestehen. Ihr negativer Einfluss auf das Verhalten hält viele Menschen davon ab, ein Leben in völliger Freiheit zu führen.

Die meisten Erwachsenen akzeptieren es, mit verschiedenen Ängsten zu leben, die in der Kindheit als unbewusstes Muster durch die Umgebung entstanden sind.

 

Glaubenssätze

Ihre Auswirkungen auf unsere mentale Gesundheit

Man hat festgestellt, dass es zwei Arten von Ängsten gibt:

1) Biologische Ängste, wie Angst vor lauten Geräuschen, Stürzen, Schock- oder andere körperliche Störungen etc.

2) Kulturelle oder soziale Ängste, die NICHT natürlich sind, sondern unbewusst durch GLAUBENSSÄTZE und Erfahrungen starker emotionaler Auswirkung erworben wurden - meist während unserer Kindheit.

In diesem Artikel werden wir uns nur auf die zweite Art von Ängsten konzentrieren. Sie verursachen die meisten Einschränkungen und Vorurteile in unserem und dem Leben unserer Kinder.

 

WARUM WIR SO SCHNELL ÄNGSTLICH WERDEN

Unser Gehirn ist eine perfekte Überlebensmaschine. Seine Hauptaufgabe ist es, uns am Leben zu erhalten, und dafür sucht es permanent nach zwei Dingen: 1) Energie sparen und 2) Gefahren vermeiden.

Diese von Natur aus eingeprägte Tendenz macht unser Gehirn höchst beeinflussbar für alle Überzeugungen oder Ideen, ob sie nun tatsächlich gefährliche Komponenten enthalten oder nicht.

Das Gehirn projiziert somit ständig „Worst-Case“-Szenarien und erzeugt imaginäre Geschichten mit einem negativen Ausgang, um darauf vorbereitet zu sein, sie zu meiden und zu überleben.

Es reicht aus, sich eine mögliche gefährliche Situation vorzustellen, in der das Gehirn all seine natürlichen Abwehrmechanismen aktiviert und beginnt, Gedanken, Ideen, Emotionen und Empfindungen und schließlich Handlungen zu erzeugen, um auf diese gefährliche Situation vorbereitet zu sein oder sie zu vermeiden.

Dies erklärt, warum wir Menschen dazu geneigt sind, Angst zu haben - es ist die Strategie des Gehirns, uns zu schützen.

Kinder zu erziehen ohne die schädlichen Folgen für die normale und gesunde Entwicklung der menschlichen Psyche, d.h. für die geistige und emotionale Entwicklung, ist eine der grössten Herausforderungen.

Indem wir durch Angst einschüchtern, setzen wir auf kurzfristige Ziele. Indem wir drohen, erreichen wir kurzfristig ein Vielfaches unserer Ziele als Erzieher, aber langfristig verursachen wir unseren Kindern außerordentlichen Schaden.

Es gibt Glaubensrichtungen und Gemeinschaften, die ihre Erziehung auf Angst, Schuld und Bestrafung basiert haben. Tatsächlich baut unsere gegenwärtige Kultur auf diesen schädlichen Prinzipien auf und die Konsequenzen sind vorhanden, obwohl wir uns dessen nicht bewusst sind.

Lassen Sie uns nun sehen, welches nach unseren und den Kriterien vieler Experten die grösste aller Ängste ist, die wir auslösen können.

 

DIE ANGST VOR EINER HÖHEREN MACHT: SCHULD UND STRAFE

Die Angst vor einer höheren Macht, manche mögen es auch mit Gott bezeichnen, kann durch ganz unterschiedliche, vielleicht sogar als harmlos angesehene Kommentare erzeugt werden:

„Das hast du jetzt davon..." oder "Siehst du? Das ist nur passiert, weil du ....“ oder „Das ist nun eben die Strafe für ...." oder "Dein (schlechtes) Verhalten verdient eben nur dies (diese Strafe)....", vielleicht auch manchmal nicht in diesem Wortlaut, sondern anderen, der sich vielleicht eher so oder ähnlich anhört: „Es gibt nichts, was nicht zu einem zurück kommt" oder „Für Fehler bezahlt man eben“ oder „Die Natur/das Universum verzeiht nichts“ oder auch „Man kann dem Universum nicht entkommen“. Wie auch immer der Satz lautet, den man unbewusst wiederholt bekam oder selbst wiederholt, steckt oft etwas von dieser unterschwelligen Schuld oder Angst vor Strafe dahinter. 

Der Glaube, dass es ein höheres Wesen gibt, eine Sache, ein "Etwas", das uns verurteilt und für unser Verhalten auszeichnet oder bestraft, ist ohne Zweifel der schlimmste und hemmendste Glaube, den es gibt. 

ER IST DIE GRUNDLAGE ALLER SCHÄDLICHEN GLAUBENSSÄTZE UND DER HAUPTGRUND FÜR DIE MENGE AN IRRATIONALEN ÄNGSTEN, UNTER DENEN WIR LEIDEN.

Trotz der Tatsache, dass die Generation unserer Kinder oder vielleicht wir selbst noch nie solche Ausdrücke gehört haben wie zum Beispiel "Gott wird dich bestrafen" oder „Du kommst in die Hölle!“, bedeutet nicht, dass wir davon ausgenommen sind.

Wissenschaftliche Studien im Bereich der Epigenetik zeigen uns heute, wie diese Überzeugungen in uns verankert sind, da wir sie durch unsere Gene von unseren Vorfahren erben und sie unbewusst Teil unserer Identität sind.

Selbst wenn wir noch nie Teil einer religiösen Glaubensgemeinschaft waren, werden Glaubenssätze auf erblicher Ebene von Generation zu Generation weitergegeben und anschließend durch die „Daten“ unterstützt, die wir zuverlässig von außen erhalten.

Wenn wir die Entwicklung der mentalen Strömungen, die die ANGST VOR GOTT ODER EINEM HÖHEREN WESEN fördern, können wir feststellen, dass die politischen, kulturellen oder religiösen mentalen Richtungen zwar ihre Namen und Formen ändern, aber in ihrem Wesen die gleichen Variablen der „Sünde“ enthalten: Schuld, Angst und Bestrafung.

Heutzutage gibt es Ausdrücke, die zwar anders klingen, aber die dieselbe Wurzel haben und auf derselben einschränkenden Überzeugung beruhen.

Obwohl sie sich nicht mehr auf einen bestimmten Gott beziehen, verwenden sie den Namen des Universums, das Gesetz, die Natur, Karma oder was auch immer, um denselben Glauben auszudrücken, der das Schuldgefühl und die implizite Angst vor Bestrafung nährt.

Die Natur des Glaubens ist immer die gleiche. Die psychologischen Komponenten: Irrtum, Sünde, Schuld, Belohnung oder Bestrafung sind gleich. Nur das anklagende Subjekt wechselt.

Der Name wird geändert, aber tief im Inneren gibt es den gleichen einschränkenden Glauben: eine Person oder Sache, die uns die ganze Zeit beobachtet und beurteilt und dementsprechend entscheidet, ob jemand seine Liebe und Rücksichtnahme verdient oder nicht. 

Damit wird der Mensch zu einem einfachen Objekt ohne jegliche Macht herabgesetzt, das blind einem anderem mit mehr Autorität gehorchen muss und nicht denken darf. 

Obwohl es schwer zu akzeptieren ist, sind diese nur einige der schädlichen Konsequenzen der Erziehung von Kindern unter der Annahme, dass es ein überlegenes Bestrafungswesen gibt, und der Vermittlung der Angst vor Fehlern und Irrtümern.

Tauchen wir weiter in die erstaunlichen Auswirkungen ein, die angsttragende Überzeugungen auf uns haben.

 

DER URSPRUNG ALLER KONFLIKTE

Verschiedenste Untersuchungen, wissenschaftlicher, psychologischer Art und sogar innovativsten wie die Quantenphysik und die Neuropsychologie, sind sich einig, dass die Ursache für jede Art von Krankheit in Unstimmigkeiten zwischen einem oder mehreren Bereichen unserer Psychologie liegt. Die hauptsächlichen Unstimmigkeiten liegen zwischen unserem bewussten rationalen Verstand und unserem unbewussten emotionalen Verstand.

Die am weitesten entwickelten Studien auf dem Gebiet der Gesundheit verdeutlichen, dass wir in einem Konflikt, einer sehr großen Inkohärenz zwischen unserem bewussten Gehirn und unserem Unterbewusstsein, in einem ständigen Ungleichgewichtszustand leben, der permanenten Stress verursacht. Wenn die Unstimmigkeit extrem ist, teilt der Körper sie durch eine Krankheit mit, um das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen.

Die Mutter aller Widersprüche, die uns in eine Art Nervengefängnis oder hypnotische Trance versetzt und die uns daran hindert, unser volles Potenzial zu entfalten und unsere höchsten Ziele zu erreichen, ist folgende: Auf der einen Seite unbewusst zu glauben, dass wir schuldig sind am Leben zu sein und dass wir für Fehler bestraft werden müssten - und auf der anderen Seiten bewusst zu denken, dass wir dazu bestimmt sind, ein wertvolles Leben voller Fülle und Freiheit erleben.

Welche Art von gesundem und rationalem Verstand kann eine solche Irrationalität und einen solchen Widerspruch akzeptieren? Keiner! Leider ist ein großer Teil unserer Gesellschaft in der Dualität gefangen, die BEWUSST nach Freiheit, Fülle, Grossartigkeit, Glück und freiem Willen strebt.

Und unbewusst?

Mangel an Selbstliebe, Mangel an Selbstvertrauen und Selbstachtung, Mangel an Willensstärke, Lustlosigkeit und andere Schwächen und Unsicherheiten: Alle irrationalen Ängste, die der Mensch im Laufe seines Lebens erlebt, entstehen aus der Unstimmigkeit dieses irrationalen Glaubenssatzes.

Als grundsätzlicher Glaube, der sich auf GOTT oder ein höheres Wesen und unseren URSPRUNG bezieht, verhält sich dieser Glaubenssatz wie eine große Wurzel, aus der jeder Ast des Baumes gespeist wird. Wenn die Wurzel ständig verdorbenes Wasser zieht, ist auch alles andere - die Blüten, die Früchte, die Blätter - verunreinigt und faul, egal wie sehr wir uns um unseren Baum bemühen.

Solange wir nicht NEUE GLAUBÈNSSÄTZE in unser Leben aufnehmen, die Kohärenz und Harmonie zwischen unserem Bewusstsein und unserem Unterbewusstsein herstellen, das heißt in Balance und Harmonie mit den Prinzipien des Universums und der Natur sind, werden wir dauerhaft von Ängsten und Sorgen beherrscht, ohne dabei in der Lage zu sein, unser maximales Potenzial als Mensch auszuschöpfen und unser Lebensziel zu erreichen.

 

WAS KÖNNEN WIR ALSO TUN?

Als verantwortungsbewusste Erwachsene, als Eltern und Erzieher haben wir die moralische Verpflichtung und die unausweichliche Pflicht, uns diesem Problem zu stellen und uns mit den einschränkenden Überzeugungen auseinanderzusetzen, die unser Leben ständig beeinflusst haben und auch unsere Kinder weiterhin beeinflussen werden, wenn wir nichts dagegen unternehmen.

Wir haben die außergewöhnliche Gelegenheit, ein Teil in der Generationsabfolge zu sein, der alte Überzeugungen und irrationale Ängste austauscht, um eine neue Erblinie für seine Nachkommen zu schaffen, die aus Werten und einer neuen Mentalität des stetigen Fortschritts besteht.

 

EINE EINZIGARTIGE GELEGENHEIT

Da der Geist des Kindes noch überaus fruchtbar ist, hat jeder, der in irgendeiner Weise ein Kind erzieht oder miterzieht, die Möglichkeit, neue Überzeugungen zu vermitteln und das Wissen, das wir heute über die Funktionsweise des Gehirns und des Geistes haben, zu nutzen, um BEWUSST neue Konzepte und Ideen einzubeziehen, die voller Wert, Liebe und Optimismus sind. 

Als Eltern und Erzieher haben wir eine einzigartige Gelegenheit, einen neuen Baum mit gesunden und starken Wurzeln zum Keimen zu bringen, der süße und schmackhafte Früchte hervorbringt.

Wir können heute mit neuen Glaubenssätzen unser Leben und das unserer Kinder völlig verändern. Wir können neue und kraftvolle Überzeugungen in unser Leben aufnehmen, die neue Gedanken, neue Ideen, neue Gefühle und Empfindungen nähren. Auf diese Weise erhalten wir unsere persönliche Kraft zurück und können ein Leben voller Fülle, Wohlergehen und Glück führen. Ein Leben ohne irrationale Ängste, die unsere Freiheit einschränken.

 

KONKRETE ANWENDUNGSTIPPS

EINIGE EMPFEHLUNGEN UND HILFSMITTEL, ALTE GLAUBENSSÄTZE IN NEUE ZU VERWANDELN

Es gibt verschiedene Anwendungstipps, die nützlich sind, um negative Glaubenssätze aufzugeben und sie durch neue zu ersetzen, die sich positiv auf unser Leben und das der Kinder auswirkt.

Die Empfehlungen, die wir hier mitteilen, stützen sich auf die Erfahrungen von Tausenden von Menschen, denen es durch einen Glaubenswandel gelungen ist, ihr Leben vollständig zu verändern, und die von den herausragendsten Fachleuten und Experten auf dem Gebiet der Gesundheit und menschlichen Entwicklung als Beispiele für Erfolg gewertet werden.

Hinweis Nr. 1: Es ist menschlich nicht ausgewogen, zu versuchen, 5.000 Jahre Dogmatismus und katastrophale Überzeugungen in sieben Tagen, einem Monat oder sogar einem Jahr zu verändern. Nur durch beständige und konsequente Handlung entsteht ein bleibender neuer Glaube in unserem Leben, wie eine neue Art zu denken, zu fühlen und zu handeln.

Hinweis Nr. 2: Kinder haben einen großen Vorteil: Ihr Geist ist noch sehr leicht beeinflussbar und formbar. Hier ist Vorsicht geboten, um zu vermeiden, mit Gewalt einen neuen Glaubensatz hervorbringen zu wollen.  Mit den gleichen gewalttätigen Mechanismen, die wir beschrieben haben, werden wir nichts Neues hervorbringen. Und selbst wenn die neuen Überzeugungen sehr schön und positiv sind, wird das Ergebnis dasselbe sein.

Geduld, Toleranz und Großzügigkeit sind unerlässlich, um eine gute pädagogische Aufgabe zu erfüllen.

Die Ausübung des freien Willens fördert die besten Lernmöglichkeiten und bezieht neue Begriffe und Gedanken ein.

 

 

GRUNDLEGENDE GRUNDSÄTZE FÜR NEUE, KRAFTVOLLE GLAUBENSSÄTZE

 

1 - Das leitende Lebensprinzip definieren

Wählen Sie bewusst eine Grundüberzeugung - ein Wert, auf dem alle anderen Überzeugungen, Ideen, Konzepte, die unser Leben leiten, basieren. Diese Grundüberzeugung kann eine bereits festgelegte Idee oder etwas völlig Neues sein.     

Eine Übung, die bei der Definition helfen kann, besteht darin, sich zunächst zu fragen, wie wir unser Leben gestalten möchten und welche Erfahrungen wir machen möchten, indem wir uns fragen: Welche Erfahrungen möchten wir, dass unsere Kinder erleben? Welche Ziele wollen wir gemeinsam erreichen und basierend auf dieser Frage (unabhängig davon, was ich heute glaube), was muss ich glauben, um das Leben zu leben, das ich so sehr wünsche? Welchen grundlegenden Glauben sollte mein Kind haben, um ein Leben ohne Einschränkungen zu führen?

Diese Übung ist sehr mächtig. Egal, woran Sie heute glauben, es geht wirklich nur darum, woran Sie glauben möchten, um ein Leben ohne Einschränkungen zu führen - und nicht das eigene.

 

2 - Beseitigen Sie Unstimmigkeiten

Unabhängig davon, ob wir an eine übergeordnete Kraft, einen Gott oder ein anderes höheres Wesen glauben, sollten wir zuerst die Unstimmigkeiten unserer Botschaften beseitigen.

Deshalb sollten wir sicherstellen, dass dieser Glaube auf natürlichen Prinzipien beruht, die durch Logik und den gesunden Menschenverstand von Kindern unterstützt und verstanden werden können.

Ein weiterer Aspekt, um dies sicherzustellen, ist, dass es durch Beobachtung und Untersuchung der Phänomene der Natur, des Universums und vor allem der menschlichen Entwicklung überprüfbar sein sollte. Letzteres bedeutet, dass etwas im Laufe der Zeit erweitert und weiterentwickelt werden kann.  

 

3 - Die Komponente der Schuld und Bestrafung beseitigen

Es genügt, Sicht nur wenig mit verschiedenen Glaubensrichtungen auszukennen  um festzustellen, dass das Bild, das in den meisten von einem sogenannten Gott  vermittelt wird, das eines rächenden, unvernünftigen, minimal toleranten und strafenden Wesens ist. Dieses Bild ist, obwohl viele Generationen vergangen sind, immer noch in unserer mentalen Netzhaut eingeprägt und es nährt ständig die irrationalen Ängste, mit denen wir jeden Tag leben.

Um die schlimmen Vorstellungen von Schuld und Bestrafung und die Konsequenzen, die sie mit sich bringen, nicht weiter zu nähren, müssen wir jedes Bild, das mit Schuld oder Bestrafung verbunden ist, aus unserem Verstand und unserem Wortschatz streichen.

Es versteht sich fast von selbst, dass die Verwendung von Begriffen wie „Sünde“, „Gott wird dich bestrafen“, „zur Strafe“ oder von Worten, die mit etwas Teuflischem, Unverständlichem in Verbindung gebracht werden, keinen Platz in diesem neuen Glauben haben, den wir definieren wollen. 

Das bringt uns auch dazu, Fehlern eine neue Bedeutung zu geben. Das Verknüpfen von Fehlern mit natürlichem Lernen, Fortschritt und Entwicklung ist eine der besten Möglichkeiten, um das Konzept von Urteil oder Bestrafung aus dem Verstand zu verbannen.

 

4 - Mut, Optimismus und volles Vertrauen in das Leben fördern

Um Mut, Optimismus und volles Vertrauen in das Leben zu erreichen, müssen wir unseren neuen Glauben mit Werten, Tugenden und Fähigkeiten nähren, die wir uns für unser Leben wünschen.

Es macht keinen Unterschied, mit welchen Glaubenssätzen wir bis zu diesem Punkt in unserem Leben kamen. Nun geht es um neue Überzeugung, für die wir uns bewusst entscheiden und daher können wir sie beliebig auswählen.

Es ist nicht mehr wichtig, wie wir über das Leben bisher dachten. Es kommt nun wieder darauf an, wie wir unser Leben gestalten möchten und wie wir möchten, dass sich unsere Kinder ihr eigenes Leben vorstellen.

Wählen Sie die grossartigsten Werte, die erfüllendsten und großzügigsten Ideen, und beziehen Sie genau diese in Ihre neue Art zu denken, zu fühlen, zu sprechen und zu handeln ein.

 

5 - Jeden Tag aufschreiben, wiederholen und üben

Einen alten und verankerten Glaubenssatz durch einen neuen zu ersetzen, ist keine einfache Aufgabe, aber möglich. Es ist noch viel möglicher, wenn wir an Kinder denken, da sie noch keine hemmenden Informationen im Verstand haben.

Aber wie jede wichtige Aufgabe braucht es eine Komponente der Ordnung und Disziplin, um effektiv zu sein.

Deshalb ist es ratsam, klar und deutlich aufzuschreiben, was der neue Glaube über die Existenz und das Leben ist, den wir annehmen wollen, und ihn jeden Tag zu lesen und dabei jedes Mal zu üben, zu fühlen und zu erfahren, am besten zusammen mit den Kindern.

Die tägliche Wiederholung des neuen Begriffs und die Erfahrungen, die mit dieser neuen Überzeugung gemacht wurden, werden nach und nach die bleibende Einprägung schaffen, die dazu führt, wirklich ein Leben voller Ressourcen und ohne Einschränkungen jeglicher Art zu führen.

 

VON DER SCHULD ZUR VERANTWORTUNG - VON DER SCHWÄCHE ZUR GANZHEITLICHEN STÄRKE

Da es manchmal ein bisschen schwierig sein kann, einen neuen Glauben und eine neue Denkweise zu entwickeln, möchten wir eine sehr einfache Technik vorstellen, die dazu dient, unsere Ideen klarer zu gestalten und unsere Grenzen und Schwächen zu unseren Gunsten zu nutzen.

 

DIE INVERTIERTE SPIEGELTECHNIK

Diese Technik besteht zunächst darin, auf einem Papier die begrenzenden Überzeugungen aufzuschreiben, die wir haben oder die wir zu haben glauben, sei es über Gott, das Leben oder uns selbst. Dann kehren Sie ihre Polarität vollständig um und verweisen auf dasselbe Begriff und drücken ihn positiv aus, also genau das Gegenteil. Zum Beispiel:

 

A - Wenn wir den Verdacht haben, dass wir glauben, an etwas schuld zu sein (Erbsünde) und deshalb anscheinend irgendeine Bestrafung "verdienen", können wir einen neuen Glauben schaffen, der so oder ähnlich klingen könnte:

„Gott, das Universum, die Natur und das Leben sind durch und durch freundlich, wohlgesinnt und großzügig zu mir. Alle Erfahrungen, die ich täglich mache, sind zum Lernen, Wachsen und Entwickeln da. Ohne Fehler kann ich mich nicht entwickeln. Fehler sind die natürlichste Art zu lernen und sich weiterzuentwickeln.“

 

B - Wenn wir den Verdacht hegen, dass unser Erfolg, unser Wachstum und unsere Expansion eine höhere Macht in Frage stellen (Erbsünde - die verbotene Frucht), können wir dies als Grundlage nehmen, die Polarität umkehren und einen neuen Glauben definieren, der so oder ähnlich lauten kann:

„Alles im Universum und in der Natur verändert, wächst und entwickelt sich ständig - das ist ein Gesetz und eine Wahrheit, die ich überprüfen kann. Wachsen, expandieren, erfolgreich sein und sich weiterentwickeln ist ein Prinzip der Natur  und des Universums und ich bin eins mit dem Universum und deshalb lebe ich im Einklang mit diesen Prinzipien.“

 

C - Wenn Sie der Meinung sind, dass die Probleme und Herausforderungen, denen Sie gegenüberstehen, das Ergebnis von Pech oder einer Bestrafung sind, können Sie diesen begrenzenden Glaubenssatz in einen anderen verwandeln, der Sie befähigt, wie beispielsweise:

„Jede Herausforderung, jedes Problem, jede Schwierigkeit ist ein Geschenk des Lebens, um mich schlauer, stärker, mutiger, mächtiger und erfolgreicher zu machen. Jede Schwierigkeit ist eine großartige Gelegenheit, um zu lernen und Erfolg zu haben!“

 

Jeder einschränkende Glaubenssatz, den wir finden, kann in das Gegenteil verwandelt werden, und durch Übung und Kontinuierlichkeit können wir nicht nur uns, sondern auch Kindern ermöglichen, ein starkes Selbstbild aufzubauen, das auf gesundem Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen basiert.

Wenn Sie den zentralen Glauben ändern, der unser Leben bestimmt, und von dem aus alle anderen Überzeugungen gespeist, gestärkt und ausgelöst werden, werden Sie sehen, wie sich alle anderen Bereiche Ihres Lebens und des Lebens der Kinder, die sie umgeben, beginnen sich zu verändern, zu gedeihen und eine große Veränderung zu erleben.

Indem wir einen zentralen Glauben „reinigen“, indem wir ihn säubern und filtern, werden die übrigen Bereiche unserer Psychologie und auf diese Weise alle Bereiche unseres Lebens nacheinander ebenfalls davon beeinflusst und gesäubert.

Die Änderung solcher tiefgründiger und grundlegender Glaubenssätze wirkt sich in den meisten Fällen auch äußerst positiv auf den Bereich der Finanzen und Gesundheit aus. 

Gedanken, Emotionen und Gefühle von Angst, Schuldgefühlen und geringem Selbstwertgefühl, die zuvor ständig von irrationalen Überzeugungen genährt wurden, beginnen an Kraft zu verlieren. 

Allmählich kreieren und nehmen wir neue Ideen und Gedanken auf, die zu neuen Emotionen und Empfindungen werden, die es uns ermöglichen, neue Aufgaben zu erfüllen, uns neuen Herausforderungen zu stellen und unser Leben jedes Mal erfüllter zu leben und zu erleben.

Gibt es ein schöneres Geschenk, das wir Kindern machen könnten, als neue Überzeugungen und Ideen zu schaffen, die nicht durch Angst, Schuld oder Bestrafung verunreinigt sind, sondern im Gegensatz dazu auf der Realität, Werten, Sicherheit, Großzügigkeit und Optimismus basieren.

Ohne Zweifel ist es das grösste Geschenk, das wir uns und anderen machen können.

Ein Geschenk, das wir erst selbst erreichen und uns schenken müssen, um es zu weitergeben zu können.

Mit den besten Wünschen für nachhaltige Veränderungen in Richtung einer glücklicheren Zukunft und einer starken Generation, die der unseren folgt, 

Ihr musikalisches Team von SCHMETTERLINE